Frauengesundheit Vallendar Dr. med. Roland Mathan
Frauenarzt - Homöopath
Naturheilkunde - Naturidentische (bioidentische) Hormontherapie - Vitamin D-Diagnostik/Therapie - Mykotherapie
 
HORMONTHERAPIE KONVENTIONELL

Die konventionelle Behandlung mit chemischen Hormonen befasst sich mit den Themen hormonelle Verhütung, Behandlung von Zyklus- und Blutungsstörungen, Therapie von Wechseljahrsbeschwerden (HET, Hormonersatztherapie), von Endometriose und vor allem von Brustkrebs. Siehe auch Menüpunkt Leistungen - Therapie Wechseljahrsbeschwerden

Hier ein Originalzitat eines der Vorstandmitglieder der DGGG, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe bezüglich der konventionellen Wechseljahrshormontherapie (HET):

"Unstrittig die beste Behandlung"

"Es ist unstrittig, dass die Hormontherapie zur Behandlung von Beschwerden, die auf den Abfall der Hormone zurückzuführen sind, die beste Behandlung ist", sagt Frauenarzt Olaf Ortmann von der Universität Regensburg, der Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) ist. "Gleichzeitig ist klar, dass es keinen gesundheitlichen Vorteil einer grundsätzlichen Hormontherapie gibt, deshalb wird sie nicht empfohlen." Die deutsche Leitlinie zur Hormontherapie wird Ende 2014 turnusgemäß überprüft. Gynäkologe Ortmann erwartet allerdings auch durch die WHI-Langzeitergebnisse keine wesentliche Änderung an den deutschen Empfehlungen. (aus http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/menopause-das-ende-der-hormonersatztherapie-in-den-wechseljahren-a-925447.html)

Oder aber

"Eine gute und sichere Option"

Das Papier der International Menopause Society, die derzeit in Madrid tagt, ist eine Art Argumentationshilfe für die Hormonersatztherapie. Sie bleibe die beste und effektivste Behandlung der Menopause-Symptome, heißt es in dem zwölfseitigen Dokument. Es gebe viele Missverständnisse, und dabei spielten auch Medien und das Internet eine Rolle. "Aktuelle wissenschaftliche Fakten und Daten werden von den Massenmedien vereinfacht", beklagen die Autoren, zu denen auch Amos Pines vom Ichilov Medical Center Tel Aviv gehört, zugleich Präsident der International Menopause Society. Berichte zum Thema seien mit weniger journalistischer Sorgfalt verfasst worden als sonst üblich.

Was dann folgt, ist eine Auflistung von Studien, die belegen sollen, dass die Hormonersatztherapie ganz anders wirkt als in den Medien dargestellt: Das Risiko für koronare Herzkrankheiten sinke (für Frauen unter 60), das Brustkrebsrisiko könne bei einigen Behandlungsarten zwar geringfügig steigen, dieser Anstieg sei im Vergleich zu sonstigen Risikofaktoren jedoch minimal. "Für die meisten Frauen, die in die Wechseljahre kommen, ist die Hormonersatztherapie eine gute und sichere Option", sagte Pines.

Die Argumente der Mediziner sind freilich nicht neu - und werden von anderen Wissenschaftlern immer wieder in Frage gestellt. Die Hormonersatztherapie sei präventiv zur Vermeidung von Herzinfarkten, Schlaganfällen, Demenz und Alterung generell empfohlen worden, sagte Norbert Schmacke im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Für die behaupteten positiven Effekte der Hormonbehandlung "gibt es bis heute keine angemessenen Belege, wohl aber die bekannte ungünstige Nutzen-Schaden-Bilanz", sagte der Leiter der Arbeits- und Koordinierungsstelle Gesundheitsversorgungsforschung in Bremen. (aus http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/wechseljahrbeschwerden-neuer-anlauf-fuer-umstrittene-hormon-ersatztherapie-a-554339.html)

Übrigens: Ein Teil der Milliarden, die Pharmakonzerne weltweit verdienen, kommt auch der International Menopause Society zugute, die jetzt so massiv für den Hormoneinsatz trommelt. Zu den Sponsoren des Verbandskongresses in Madrid gehören Bayer Schering, der US-Pharmakonzern Wyeth sowie Procter & Gamble Pharmaceuticals. Für fragwürdig halten das die Gynäkologen nicht: Der Verhaltenskodex der Menopause Society erlaubt ausdrücklich ein solches Sponsoring, solange es transparent erfolgt. Und so diskutierten die Mediziner am heutigen Dienstag in Madrid über die Prävention von Herzerkrankungen durch den Gynäkologen - mit freundlicher Unterstützung von Bayer Schering.

Diese Empfehlungen für die HET werden ausgesprochen, obwohl bekannt ist, dass die chemischen Hormone, also Estradiol und Gestagen, also chemisch veräönderte Gelbkörperhormone eine Risikoverstärkung für Brustbeschwerden, -zysten, Brustkrebs, Eierstockszysten, Eierstockskrebs, Gebärmutterschleimhautkrebs, Gebärmutterhalskrebs und Schlaganfall bedeuten und das Osteoporoserisiko nicht verringert.

Neue Studienergebnisse aus den USA: US-Studie: Weniger Hormontherapie - weniger Brustkrebsfälle (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/us-studie-weniger-hormontherapie-weniger-brustkrebsfaelle-a-454854.html)

Die Zahl der Brustkrebsdiagnosen in den USA geht zurück - weil immer mehr Frauen die Hormontherapie absetzen? Das behaupten Forscher in einer neuen Studie. Deutsche Experten halten die These jedoch für "kühn".
Als Jungbrunnen in Pillenform wurde die Hormontherapie für die Wechseljahre einst gefeiert. Dann verflog die Euphorie von Medizinern und Patientinnen schlagartig: Eine groß angelegte Studie der Women's Health Initiative (WHI) wurde im Sommer 2002 zum Teil abgebrochen, weil der Schaden größer war als der Nutzen. Unter den Frauen, die eine Kombination der Hormone Östrogen und Gestagen erhalten hatten, kam es, verglichen mit der Gruppe mit Scheinmedikamenten, öfter zu Brustkrebs (+ 25 Prozent), Herzinfarkt (+ 30 Prozent), Schlaganfall (+ 40 Prozent) und Venenthrombosen (+ 50 Prozent).

In Deutschland werden mehr Brustkrebs-Fälle gemeldet

"Die Schlüsse sind ziemlich kühn", findet Gerd Antes, Direktor des Deutschen Cochrane Zentrums, das systematische Übersichtsarbeiten zur Bewertung von medizinischen Therapien erstellt. "Man darf eine Korrelation nicht als Kausalzusammenhang darstellen." Dass die Hormongabe während der Wechseljahre und ein erhöhtes Brustkrebsrisiko irgendwie miteinander zusammenhängen, hieße noch lange nicht, dass ein Zurückdrängen der Therapie zu weniger Brusttumoren führt. Auch Klaus Giersiepen, Leiter des Bremer Krebsregisters, betrachtet Ravdins Mitteilung skeptisch: "Man kann diesen Zusammenhang noch gar nicht sehen, selbst wenn sich die Verordnungspraxis so schnell geändert hat."

Auch in Deutschland hat sich das Verordnungsvolumen der Östrogen-Gestagen-Kombipräparate allein zwischen 2002 und 2003 nahezu halbiert, heißt es im Gesundheitsreport 2005 der Techniker Krankenkasse.

"Trotzdem wird die Zahl der Brustkrebs-Diagnosen in Deutschland zunächst steigen", sagte Giersiepen zu SPIEGEL ONLINE – denn immer mehr Frauen gehen zum Mammographie-Screening, einem Früherkennungsprogramm für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. So werden Tumore in der Brust früher erkannt – auch solche, die nie zu Beschwerden oder Brustkrebs geführt hätten. Die gezielte Suche und die Überdiagnosen treiben die Zahl der neuen Brustkrebs-Fälle zunächst nach oben. Wie viele Frauen in Deutschland im Jahr 2003 die Diagnose Brustkrebs bekommen haben, ist indes noch nicht bekannt. Die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) wertet die Meldungen aus dem entsprechenden Jahr zurzeit noch aus.

Schon seit Mitte der neunziger Jahre vermuten Experten, dass es einen Zuammenhang zwischen jahrlanger Östrogen-Gestagen-Therapie und erhöhtem Brustkrebsrisiko gibt. Von den schätzungsweise 46.000 Frauen, die im Jahr 2000 in Deutschland an Burstkrebs erkrankten, war bei etwa 10.000 Frauen "der Krebs durch die Einnahme von Hormonpräparaten nach den Wechseljahren bedingt", sagte im September 2002 der damalige Leiter des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin, Eberhard Greiser. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt unterdessen allen Frauen, Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie in den Wechseljahren sorgfältig abzuwägen und nur in dringenden Fällen Hormone einzunehmen.

Soviel zu aktuellen und früheren Berichten im kritischen Magazin Spiegel, die uns allen zu denken geben sollten.

Hier wird also gezeigt, dass nicht nur die natürlichen Wechseljahre, sondern auch ärztliche Therapien zu einem Ungleichgewicht der Hormone im Körper führen können.


Folgende gesundheitliche Probleme können bei einem Ungleichgewicht von Hormonen im Körper auftreten (entnommen aus Bucher - Hormonselbsthilfe, http://www.hormonselbsthilfe.de/themen/wechseljahre/index.html?a=183&level=1):

Hormonstörungen können folgende Symptome verursachen:

  • Entzündungen im und am ganzen Körper
  • Kopfweh und Migräne
  • Zyklusstörungen, zu starke oder keine Blutungen
  • Seh- und Hörprobleme
  • Krämpfe u. Verspannungen
  • Schwindel
  • Schweißausbrüche
  • Ringe um die Augen
  • Haarausfall und Bartwuchs b. Frauen
  • Über- und Untergewicht
  • Zahn-, Kiefer- und Nebenhöhlenprobleme
  • Akne und andere Hautprobleme
  • Schilddrüsenprobleme
  • sexuelle Lustlosigkeit
  • Herz- u. Kreislaufprobleme
  • Schwangerschafts- / Wochenbettprobleme
  • Empfängnisunfähigkeit, Abgänge, Frühgeburten
  • Blasen- und Darmschwäche, Blähungen
  • Wasserablagerungen
  • Aggressionen, emotionale Ausraster
  • Hormongesteuerte Depressionen
  • zyklische Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Prämenstruelles Syndrom PMS
  • Unentschlossenheit
  • Orientierungsprobleme
  • Tränenausbrüche
  • extreme Launen
  • Phobien, Ängste und Panikattacken
  • Eifersucht u. Misstrauen
  • Erschöpfungszustände
  • Vergesslichkeit
  • Koordinationsprobleme
  • Schneckenhaus - Bedürfnis
  • Schlafstörungen 
  • Myome, Zysten und Endometriose
  • Krebs-
  • Asthma
  • Allergien
  • Epilepsie
  • Situationsbezogene Depression
  • Gehirndemenz ( z.B. Alzheimer)
  • Multiple Sklerose
  • Osteoporose
  • Diabetes

Hormonkrisen können verstärken

  • Asthma
  • Allergien
  • Epilepsie
  • Situationsbezogene Depression
  • Gehirndemenz ( z.B. Alzheimer)
  • Multiple Sklerose
  • Osteoporose
  • Diabetes

Nun dürfen wir nicht vergessen, dass diese Beschwerden oft auch bei Frauen außerhalb der Wechseljahre auftreten, also z.B. bei der vielfältigen und häufigen Anwendung von Hormonen in Verhütungsmitteln. Hier kommt noch hinzu, dass die neuesten Generationen von Pille, die Stoffe wie Desogestrel, Drospirenon, aber auch Medroyxprogesteronacetat (MPA, z.B. in der Dreimonatsspritze) beinhalten, auch die Thrombosegefahr erhöhen, also das Auftreten von venösen Gefäßverschlüssen mit nachfolgender Komplikation einer Hirnarterienembolie, die fatal ist oder einer Lungenembolie, die tödlich sein kann. Dazu rollt derzeit in den USA eine Klagewelle gegen Drospirenonhersteller, da dort schon mehrere hundert Todesfälle im Zusammenhang mit der betreffenden Pilleneinnahme aufgetreten sind.

Auch dazu einige Infos:

http://www.springermedizin.de/thromboemboliegefahr-durch-dreimonatsspritze/3167210.html (MPA)

http://www.arznei-telegramm.de/html/2002_05/0205052_01.html (Desogestrel)

http://www.arznei-telegramm.de/html/2009_11/0911100_02.html (Drospirenon)

http://www.risiko-pille.de/ (Drospirenon)

https://www.facebook.com/pages/RISIKO-PILLE-Selbsthilfegruppe-Drospirenon-Gesch%C3%A4digter-SDG/197899666924688 (Drospirenon)

http://www.test.de/Hormonelle-Verhuetungsmittel-Das-Thromboserisiko-gering-halten-4443771-0/

http://gutepillen-schlechtepillen.de/pages/archiv/jahrgang-2009/nr.-6-nov.dez.-2009/gefaehrliche-venenthrombose-nicht-die-sicherste-pille.php

http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2013/0506/pille.jsp

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/medikamente/news/antibabypille-thromboserisiko-oft-unterschaetzt_aid_426221.html

http://204.225.126.16/pharma-kritik/pk08b-95.html


Ergänzend hier noch ein Buchtipp:

Ellen Grant:    Bitter Pill: How Safe is the Perfect Contraceptive?  ISBN: 0241114276


Mehr zu sicherer und nebenwirkungsfreier oder -armer Verhütung unter Menüpunkt Leistungen - Schwangerschaftsverhütung oder in der Sprechstunde.

 

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