Frauengesundheit Vallendar Dr. med. Roland Mathan
Frauenarzt - Homöopath
Naturheilkunde - Naturidentische (bioidentische) Hormontherapie - Vitamin D-Diagnostik/Therapie - Mykotherapie
 
ENDEMETRIOSEDIAGNOSTIK UND THERAPIE

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Die Endometriose ist eine häufig erst sehr spät erkannte Erkrankung, die sich typischerweise durch zunehmende Schmerzen vor und während der Regelblutungen (Dysmenorrhoe, PMS = prämenstruelles Syndrom) auszeichnet. Diese Beschwerden können entweder schon sehr früh mit den ersten Menstruationen (primäre Dysmenorrhoe) oder erst viele Jahre nach Einsetzen der Regelblutung (sekundäre Dysmenorrhoe) auftreten. Aber auch vom Monatszyklus völlig unabhängige Schmerzen, die über mehr als sechs Monate anhalten, einen zunehmenden Charakter haben und nicht mehr oder nur sehr wenig auf entsprechende Schmerzmittel reagieren, sollten an das Krankheitsbild der Endometriose denken lassen. Dass zwischen den ersten Beschwerden und definitiver Diagnosestellung mit Beginn einer spezifischen Therapie häufig eine sehr lange Zeit vergeht, ist zum einen Folge der irrigen Meinung, dass die Regelblutungen immer sehr schmerzhaft sein müssen, zum anderen aber auch einem eher leichtfertigen und ebenso fatalistischen Umgang mit dem Thema Regelblutungsschmerzen im Rahmen eines Therapiewunsches anzulasten.

 

1. Ursachen der Endometriose

Die Endometriose wird durch Absiedlungen von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) in das Bauchfell oder den mit Bauchfell überzogenen Oberflächen der inneren Organe im Bereich des kleinen Beckens (Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter, Blase), des übrigen Bauchraums wie z.B. am Darm, ferner der Scheide, aber auch extrem selten in entfernte Organe (Bauchnabel, Nasen-Rachenraum oder Lunge) hervorgerufen. Des weiteren kann es auch zu Einlagerung von Endometrioseherden in die Wandbereiche der oben genannten inneren Organe kommen. Da das Schleimhautwachstum, auch im Rahmen der Endometriose, immer mit Östrogenen zusammenhängt, muss auf jeden Fall nach einem möglichen Östrogenüberschuss gefahndet werden, also einer Östrogendominanz (siehe naturidentische/bioidentische Hormone unter Wunschleistungen)

2. Auswirkungen der Endometriose

Diese nicht bösartigen Absiedlungen reagieren wie die normale Gebärmutterschleimhaut und wachsen unter dem Einfluss von Östrogen. Das Gestagen bewirkt dann eine Umwandlung der Schleimhautpartikel mit anschließender blutiger Abstoßung. Da diese Partikel aber in das Bauchfell eingelagert und von diesem umschlossen sind und damit das abblutende Endometrium nicht abtransportiert werden kann, kommt es zu einer lokalen Entzündungsreaktion mit Freisetzung von Prostaglandinen, die Schmerzen hervorrufen können. Mit zunehmender Dauer der Erkrankung nehmen so allmählich durch Ausbreitung und Wachstum der Endometrioseherde auch die Beschwerden zu.

Zusammengefasst sind die Folgen der Endometriose:

  • Schmerzen im Unterleib oder im übrigen Bauchraum
  • Schmerzhafter Geschlechtsverkehr durch Absiedlungen in die Mutterbänder (Parametrien) - Verwachsungen mit folgender ungewollter Kinderlosigkeit z.B. durch Verklebungen im Eileiterbereich.
  • Zystenbildungen an den Eierstöcken und im Bauchfell Sterilität durch Verwachsungen im Bereich der Eileiter und/oder der Eierstöcke
  • Verstärkte und verlängerte Regelblutungen durch Endometrioseherde in der Gebärmutterwand - Blutungen aus Hohlorganen wie Darm und Blase

3. Diagnostik und Therapie von Endometriose

Die wichtigste diagnostische Maßnahme ist an diese Erkrankung überhaupt zu denken. Gezielte Fragen des Arztes führen dann im Gespräch mit der Patientin häufig zur Schilderung eines sehr typischen Beschwerdebildes. Evtl. können im Ultraschallbild verdächtige Herde festgestellt werden. Eine genaue Abklärung ist jedoch nur durch eine entsprechende Untersuchung durch Ihren Frauenarzt und durch Bauchspiegelung möglich. Mit diesem Eingriff kann zum einen die Erkrankung und ihr Ausmaß genau festgestellt und zum anderen direkt durch entsprechende Entfernung oder Verödung der Schleimhautherde eine Therapie begonnen werden, die häufig schon ausreichend ist. Ferner können direkt Verwachsungen gelöst werden, die bei vielen Frauen Ursache der o.g. Schmerzen sind. In manchen Fällen muss aber eine Anschlussbehandlung durchgeführt werden, bei der im wesentlichen antioestrogene Medikamente zur Anwendung kommen, die ein weiteres Wachstum noch bestehender Endometrioseherde verhindern und bei entsprechend langer Therapiedauer ihre Rückbildung bewirken. Diese Therapie ist aber mit erheblichen, z.T. einschränkenden Nebenwirkungen behaftet. In besonders schweren Fällen, vor allem wenn zusätzlich auch noch eine Sterilitätsproblematik besteht, muss mit einer zweiten Bauchspiegelung der Erfolg der Endometriosehandlung überprüft werden. Hier möchte ich nochmals auf die naturidentischen/bioidentischen Hormone, v.a. das Progesteron verweisen, das antiöstrogen wirkt und auch bei Endometriose wirksam eingesetzt werden kann (siehe John Lee - Progesteron, ein bemerkenswertes Hormon)

Abschließend sollte aber nicht verschwiegen werden , dass die Endometriose eine sehr schwierig zu behandelnde und häufig wiederkehrende Erkrankung darstellt, die nur durch eine sehr konsequente und entsprechend lange Behandlung mit Ausschöpfen aller diagnostischen Maßnahmen zum Stillstand bzw. zur Ausheilung kommt.

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